Die Kontrolle über die Blase geht verloren, der Urin kann nicht willentlich zurückgehalten werden. Es gibt verschiedene Formen der Inkontinenz sowie unterschiedlich starke Ausprägungen. Der unfreiwillige Urinverlust kann von wenigen Tropfen bis zur vollständigen Blasenentleerung reichen.
Die Ursachen für Harninkontinenz sind vielfältig und können im Bereich der Harnblase und/oder im Bereich der Schließmuskulatur (Beckenboden) liegen. Aber auch Verletzungen und Erkrankungen des Nervensystems oder anderer Organsysteme können sich auf die Kontinenz auswirken.
Die Harninkontinenz lässt sich grundsätzlich in zwei Bereiche unterteilen:
1. Inkontinenz aufgrund einer veränderten Speicher- oder Entleerungsfunktion
Bei einer Speicherstörung kann sich die Blase nicht mehr richtig füllen, bei einer Entleerungsstörung kann sich die Blase nicht mehr richtig entleeren. Zu dieser Einteilung der Inkontinenz zählen Belastungsinkontinenz, Dranginkontinenz, chronische Harnretention mit Inkontinenz (Überlaufblase), neurogene Blasenentleerungsstörungen.
2. Funktionelle Inkontinenz
Hierbei liegt die Störung nicht im Urogenitalsystem, sondern die Toilette wird aufgrund von geistigen oder körperlichen Einschränkung nicht erreicht.
Die Behandlung der Harninkontinenz erfolgt entsprechend den Ursachen. Zum Beispiel muss bei einem schwachen Beckenboden die Muskulatur des Beckenbodens gestärkt werden.
Die Auswahl des Hilfsmittels orientiert sich an der Form und Stärke der Inkontinenz. Hierfür muss jedoch eine genaue Diagnostik der Inkontinenzform und –stärke erfolgen. Ein sehr hilfreiches Instrument zur Beurteilung ist das so genannte „Trink- und Miktionstagebuch“ (s. Downloads). So kann ein Ausscheidungsverhalten genau festgestellt werden. Diese Erkenntnisse werden mit Ihrer Gesundheitssituation verknüpft. Dieses Ergebnis ist entscheidend für die weitere Vorgehensweise.
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Kontinenz und Inkontinenz
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